DirectPartMarking

Direct Part Marking (DPM)

Was bedeutet Direct Part Marking und wo wird es eingesetzt?

Maschinenlesbare Kennzeichnung für die Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie sowie im Maschinenbau und der Elektronikfertigung

Kurz in einem Satz beschrieben: DPM stellt eine dauerhafte Verbindung zwischen Bauteilen und Informationen dar.

In den alltäglichen Produktionsabläufen werden wichtige Informationen eines Produktes auf einem Etikett bzw. ein Barcode auf das Etikett gedruckt, der alle Daten gespeichert hat. Beim Direct Part Marking ist es jedoch ein neuer Ablauf in Fertigungs- und Produktionsprozessen. Alle relevanten Produktinformationen werden direkt auf dem Bauteil "verankert".

Denn übersetzt man Direct Part Marking ins Deutsche, bedeutes dies "Die Bauteil-Direktbeschriftung". Und wie die übersetzten Worte schon sagen, es ist ein Verfahren, welches Bauteile mit Informationen kennzeichnet.

Eine Rückverfolgbarkeit während des gesamten Lebenszyklus!

In den Breichen Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie sowie im Maschinenbau und der Elektronikfertigung werden mit Hilfe des DPM alphanumerische Codes und 2D-DataMatrix-Codes auf einzelne Bauteile oder Bauteilgruppen angebracht. So kann man während des gesamten Herstellungsprozesses und in der Lieferkette eine genaue Nachverfolgung des Produktes oder des Bauteils vornehmen. Dies erspart viel Zeit und hat einen reibungslosen Fertigungs- und Produktionsprozess zur Folge. Über die ganze Lieferkette hindurch können alle Informationen sowie die Herkunft und einzelne Schritte nachverfolgt werden. Aber auch gerade für wartungs- und rückrufbedürftige Teile oder bei Haftungs- und Garantiefällen ist die Markierung mit maschinellen Codes sehr hilfreich.

Ein Beispiel hierfür ist die Kennzeichnung von Autoteilen betreffs späterer Garantiefragen. Denn so kann der Autohersteller genau nachverfolgen wo und wann ein fehlerhaftes Teil produziert oder eingesetzt wurde.

Das Direkt Part Marking gliedert sich in drei Hauptelemente: Verschlüsselung, Kennzeichnung und Prüfung.

Verschlüsselung: Hier geht es um die Wiedergabe der Datenzeichenfolge durch ein Muster mit hellen und dunklen Zellen mit Füllbytes, Daten und auch Fehlerkorrektur-Bytes. Verwendet werden diese vom Kennzeichnungsgerät.

Kennzeichnung: Die Kennzeichnung beschreibt das Anbringen von Inhalten auf das Bauteil. Hierfür stehen verschiedene Techniken zur Verfügung. Je nach Substrat muss eine andere geeignete Technologie eingesetzt werden.

Prüfung: Bei der Prüfung handelt es sich um die Kontrolle der Code-Präzision und der Code Qualität. Dies erfolgt meist direkt im Anschluss nach dem Bedrucken des Bauteils an der Kennzeichnungsstation.

Die Kennzeichnungsmethoden

Lasergravur

Durch die Präzision des Lasers ist das Ergebnis des DataMatrix-Codes deutlich lesbar und ermöglicht auch den Einsatz extrem kleiner Codes. Der Laser graviert den Code in das Bauteil ein und erzeugt dadurch eine permanente Kennzeichnung des Produktes. Anstelle von Tinte arbeitet der Laser mit Hitze. Deshalb ist der Laser auch eine wartungsärmere und schnellere DPM Kennzeichnungsmethode im Vergleich zu anderen.
Vorteile: sehr hohe Lesbarkeit und Qualität, flexibel und schnell

Ink Jet-Kennzeichnung

Bei dieser Methode wird der DataMatrix-Code per Tintenstrahl auf das Material gesprüht und ermöglicht so eine kontaktlose Kennzeichnung unterschiedlicher Produkte und Bauteile. Mit dem Ink-Jet-Druckverfahren lässt sich fast jede Oberfläche bedrucken und die Codes können seitlich, oben, unten und auf der Innenseite des Produktes angebracht werden.
Vorteile: geringe Anfangsinvestitionen und eine hohe Druckgeschwindigkeit

Nadelprägung

Durch den Einsatz einer speziellen Nadel werden kleine Vertiefungen Punkt für Punkt erzeugt. Durch die Oberflächenveränderung ist es nicht auf allen Substraten anwendbar, jedoch auch hier eine dauerhafte Lösung der Kennzeichnung von Bauteilen.
Vorteile: langlebig und niedrige Anfangsinvestitionen

Elektro-Chemische Ätzung

Mithilfe der Elektrolyse werden Materialschichten bei der Elektro-Chemischen Ätzung abgetragen und erzeugen dadurch ein qualitativ hochwertiges Ergebnis. Der Code wird auf eine Schablone gelegt und anschließend auf ein elektrisch leitfähiges Produkt mit Unterstützung von Elektrolyten und Elektrizität übertragen.
Vorteile: präzise Kennzeichnung und niedrige Investitionskosten

Wie werden Direct Part Marking Informationen ausgelesen und übertragen?

Die einfachste und schnellste Möglichkeit die Codes des DPM auszulesen und zu übertragen ist die Nutzung von stationären und tragbaren Barcodescannern (Direct Part Marking Scanner), die über eine spezielle Decodierfunktion verfügen, um alle Informationen auszulesen und an Ihr Softwaresystem weiterzugeben - auch als Direct Part Marking Equipment bezeichnet.

Die Wahl zwischen einem DPM-fähigen Handscanner oder einem Mobilcomputer ist von verschiedenen Faktoren abhängig, wie z. B. dem Arbeitsumfeld, dem Anwendungsbereich und dem gewünschten Funktionsumfang.

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