Die Wahl der richtigen Etiketten

Und worauf man beim Kauf achten sollte

Grundsätzlich gibt es sehr viele verschiedene Arten von Etiketten, weshalb diese an unterschiedliche Rahmenbedingungen sowie an die individuellen Wünsche und Ansprüche unserer Kunden angepasst werden müssen.

Um die richtige Entscheidung beim Kauf der Etiketten zu treffen, gibt es daher einige Dinge, die es im Vorhinein zu beachten gilt.


Verwendung, Material und Kleber

Vor einem Kauf ist es wichtig zu überlegen, ob diese Etiketten später in einem geschlossenen Raum oder im Freien verwendet werden sollen, und welche Gegebenheiten dort herrschen. Etiketten für die Anwendung im Außenbereich, etwa auf Produkten für den Outdoor-Bereich, sind der Witterung ausgesetzt, welcher sie standhalten müssen. Je nach Anforderungen müssen Material und Druck lichtecht und beständig gegen Regenwasser und andere Umweltfaktoren sein. Auch der Haftklebstoff darf seine spezifizierten Eigenschaften nicht verändern.

Bei der Verwendung in Innenräumen, wie zum Beispiel großen Lagerhallen, fallen viele der genannten Einflüsse weg oder wirken nur in sehr abgeschwächter Form. Das Etikett muss keine hohen Echtheitsanforderungen erfüllen. Es kann in vielen Fällen dadurch deutlich preiswerter sein. Nach dieser Überlegung ist es an der Zeit, ein Material auszuwählen, welches für diese Bedingungen die passenden Eigenschaften besitzt.

Etiketten mit Kunststofffolie:

Das Etikett besitzt eine bedruckte Folie aus Polyester als Oberfläche. Diese Art der Etikettierung ist sehr langlebig und resistent gegen Flüssigkeiten wie Wasser, Öl, Benzin, Laugen sowie gegen schwankende Temperaturen. Das sorgt für bessere Eignung der Folienetiketten gegenüber den Papieretiketten für den Außenbereich. Folienetiketten werden meistens aus Polyester (PET), Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder Polyvinylchlorid (PVC) hergestellt.

Thermobeschichtetes Papier:

Das Thermopapier ist eine ganz spezielle Papiersorte für den Thermodirektdruck. Die Haftetiketten sind auf der zu bedruckenden Seite mit einer temperaturempfindlichen Schicht versehen, die unter Einwirkung von Wärme einen Farbstoff, meistens Schwarz, ausbildet.

Etiketten aus Papier:

Etikettenpapier lässt sich in hervorragender Qualität bedrucken, leicht verarbeiten und gut recyceln. Da Holz als Ausgangsmaterial für Papier ein nachwachsendes Naturprodukt ist, ist Papier relativ preiswert. Allerdings hat es den Nachteil, dass es Flüssigkeiten und mechanischen Belastungen (Riss, Zug) gegenüber nicht lange standhält. So ist es besonders bei Verwendung im Freien und ohne zusätzlichen Oberflächenschutz, wie etwa Lack oder Laminatbelag, nicht besonders lange haltbar.

Etiketten aus Karton:

Kartonetiketten werden ohne Kleber angebracht. Sie können auch beidseitig bedruckt werden.


Der Kleber

Der zweite, sehr wichtige und ausschlaggebende Faktor ist die klebende Komponente, welche ebenfalls wieder in Bezug auf die Umwelteinflüsse hin ausgewählt werden muss. Mit „ablösbar“, „permanent“ und sogar „stark permanent“ gibt es verschiedene Stufen, welche für die gewünschte Haftung des Etiketts sorgen. Ablösbare Etiketten können im Normalfall rückstandsfrei entfernt werden, während permanente und stark permanente Etiketten nicht ohne Rückstand entfernt werden können. In Extremfällen kann es jedoch durchaus vorkommen, dass ein „permanenter“ Kleber keinen Rückstand beim Abziehen aufweist und ein als „ablösbar“ deklarierter schon.

Dies hängt von der Beschaffenheit der Produktoberfläche ab. Bei kleinen Gegenständen, wie beispielsweise Reagenzgläsern, muss auch die Biegefestigkeit des Etiketts mit berücksichtigt werden.Auswählen kann man außerdem einen sich nach einer gewissen Zeit selbst zerstörenden sowie einen Tiefkühlkleber. Der Tiefkühlkleber wird meist für die Etikettierung von Tiefkühlware verwendet, wobei er Temperaturen von +50 °C bis zu -40 °C oder mehr aushalten kann. Er ist dank seiner Gummierung somit nicht nur für den Tiefkühlgebrauch, sondern auch für die Kennzeichnung von Produkten im normalen Temperaturbereich bestens geeignet. Wenn gewünscht, kann auch auf die klebende Komponente verzichtet werden.


Größe, Format und Kerndurchmesser

Um das Etikett auf das Produkt abzustimmen, muss die Größe des Etiketts an die Größe des Produktes angepasst werden. Deshalb sollte schon im Vorhinein überlegt werden, welche Größe, angegeben in mm und in Höhe x Breite (zum Beispiel 148 x 210 mm) gut auf die jeweiligen Produkte passt. Auch das Format des Etikettenbogens oder des Etikettenleporellos ist wichtig. Auf der Kontaktseite für Verbrauchsmaterialien von globos.de können Sie zwischen DIN A7 (74 x 105 mm), DIN A6 (105 x 148 mm), DIN A5 (148 x 210 mm) und DIN A4 (210 x 297 mm) wählen.

Der Kerndurchmesser für handelsübliche Rollen kann 19 mm, 25 mm, 40 mm oder 76 mm betragen. Gemessen hierbei wird nur der innere Kern, der auf das Gerät gelegt wird. Der äußere Durchmesser wird auch als Maximaldurchmesser bezeichnet und wird vom Drucker bestimmt. Als Konfektionsarten erhalten Sie auf globos.de Blattware, Rollen und Leporellos.


Druckarten

Die Etiketten können mit verschiedenen Methoden, die jeweils verschiedene Ergebnisse hervorrufen, bedruckt werden. Die Entscheidung, ob mit Laserdruck, Thermodirektdruck oder Thermotransferdruck gearbeitet wird, sollte ebenfalls vor dem Kauf getroffen werden.

Der Thermotransferdruck zeichnet sich besonders durch Langlebigkeit aus und die Etiketten sind mitunter über Jahrzehnte lesbar. Ein Erkennungsmerkmal dieser Druckart ist der erhöhte Oberflächenglanz, verursacht durch eine spezielle Thermofolie, welche so erhitzt wird, dass die Farbe an der dem Medium zugewandten Seite schmilzt und übertragen wird. Als Medium sind sowohl Papier als auch Kunststoffprodukte möglich.

Beim Thermodirektdruck wird ein spezielles thermosensitives Material bedruckt, wodurch kein zusätzliches Verbrauchsmaterial benötigt wird. Durch die entstehende Hitze verfärbt sich das Papier schwarz.

Typischerweise kann mit dem Thermodirektdruck nur einfarbig gedruckt werden. Die Methode zeichnet sich außerdem durch ihre kurze Haltbarkeit aus. Denn durch die Temperaturempfindlichkeit des Materials verfärben sich die Etiketten oft bei Sonneneinstrahlung, Temperaturschwankungen, Reibung oder Druck. Deshalb werden Thermodirektetiketten vor allem bei Parkscheinen, Kassenbons, Tickets, Kofferanhängern und Versandetiketten verwendet. Die Methode des Laserdrucks ist den meisten Menschen wohlbekannt, bietet eine relativ resistente Farbe (gegenüber UV und Feuchtigkeit) und stellt geringe Wartungsanforderungen an den Drucker. Zwar sind die Ergebnisse eines Laserdruckers wischfest, jedoch nicht absolut gegen das Abblättern, etwa an Knickstellen, resistent. Außerdem kann auf unserer Plattform ausgewählt werden, ob die Etiketten bereits vorbedruckt oder blanko geliefert werden sollen.


Oberflächenoptik und Perforation

Um den Etiketten den richtigen Stil zu verleihen, muss dabei natürlich auch die Optik stimmen. Allen Etiketten kann deswegen ein matter Effekt oder ein glänzender Effekt verliehen werden. Um das Abreißen zu erleichtern, kann eine Perforation nach jedem Etikett optional hinzugefügt werden.

Hierbei werden Löcher in das Medium vor und nach dem Etikett gestanzt, welches (wie bei Briefmarken) dazu dient, einzelne Etiketten besser und einfacher ablösen zu können.

Zusätzliche Fragen

  • Sind die Produkte bzw. Gegenstände gebogen, gekrümmt oder ist die Fläche gerade?
  • Sind die Flächen behaftet mit Kondenswasser, Silikon oder Gleitmittel?
  • Werden die Gegenstände durch einen Klebstoff beschädigt?
  • Wie ist die Temperatur des Gegenstandes?

Beantworten Sie sich selbst vor dem Kauf die gestellten Fragen und nehmen Sie dafür gerne auch unsere fachkundige Beratung in Anspruch. So wird am Ende ein qualitativ hochwertiges, auf individuelle Bedürfnisse abgestimmtes Etikettenmaterial ausgeliefert. Je besser die Etiketten auf das Produkt abgestimmt wurden und je überlegter die Eigenschaften ausgewählt sind, desto befriedigender ist das Ergebnis.

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