Etikettendrucker – Der Richtige für Sie

Tipps und Hinweise für Ihre Auswahl

Wenn Sie nicht nur Barcodes scannen, sondern Beschriftungen auf Etiketten auch selbst drucken, benötigen Sie den richtigen Etikettendrucker, zugeschnitten auf Ihre Bedürfnisse. Die Einsatzorte sind vielfältig. Ob im Büro, in der Industrie, im Handel oder im Gesundheitswesen: Etikettendrucker sind für jeden Einsatzbereich in ganz unterschiedlichen Ausführungen erhältlich, je nach Umfeld auch als besonders robust konzipierte Modelle. Die Vielfalt der Etikettendrucker reicht vom mobilen bis zum festinstallierten Gerät mit unterschiedlichen Druckverfahren und Druckmedien. Allen gemeinsam ist, dass sie betriebliche Abläufe vereinfachen und Zuordnungen erleichtern.

Etikettendrucker (Label Printer oder Labelwriter) ermöglichen die zuverlässige Produktkennzeichnung im Handel. Etiketten und Aufkleber unterschiedlichster Art können so mit weiteren Informationen, der Artikelnummer und einem Barcode versehen werden. Spezielle Geräte ermöglichen sogar das Codieren und Bedrucken von RFID-Labels. Für die professionelle Etikettierung werden Geräte mit Thermotransfer- oder Thermodirektdruck eingesetzt, die das Etikettenmaterial von der Rolle bedrucken. Dank der präzisen Dokumentation durch codierte Etiketten gelingt eine lückenlose Erfassung aller Abläufe und Prozesse. Etikettendrucker kommen im Transportwesen und der Bestandsverwaltung zum Einsatz. Um ein sicheres Datenhandling zu ermöglichen, decken sie ein breites Anwendungsspektrum ab.

Bei uns erhalten Sie in puncto Druckgeschwindigkeit, Druckauflösung (dpi) oder Druckvolumen den passenden Etikettendrucker. Die jeweiligen Produktinformationen finden Sie bei uns online und wir beraten Sie gern weiterführend.


Welche Etikettendrucker gibt es?

Die Unterschiede

Etikettendrucker, oder im Englischen Label Printer genannt, unterscheiden sich in erster Linie durch das verwendete Druckverfahren wie Thermotransfer oder Thermodirekt – ebenso im Druckvolumen, in der Druckauflösung und Druckgeschwindigkeit. Im Folgenden erfahren Sie, was Sie bei der Auswahl Ihres Etikettendruckers beachten sollten.

Zunächst eine Frage: Wie viele Etiketten möchten Sie pro Tag drucken?

Es gibt Etikettendrucker, die für niedrige und hohe Belastungen ausgelegt sind. Insofern Sie kleinere Druckaufkommen haben, reicht beispielsweise ein Drucker, der 800 Etiketten pro Tag druckt. Wenn das Beschriftungsgerät ganztägig genutzt wird und vielleicht 8.000 Etiketten drucken muss, sollten Sie ein Produkt mit hohem Druckvolumen wählen. Alternativ sollte auch geprüft werden, ob bei steigendem Druckaufkommen die Möglichkeit der Erweiterung bzw. Aufrüstung des Druckers gegeben ist. So ist ein langfristiger und zuverlässiger Einsatz gewährleistet.

Je nach Druckvolumen (pro Tag, Reichweite) können Sie den Drucker entsprechend den Kategorien wählen:
  • Bis zu 500 Etiketten: Desktop-Drucker
  • Ab 500 bis mehr als 3.000 Etiketten: High-Performance-Drucker oder Industriedrucker

Neben der Stückanzahl ist auch relevant, ob Etiketten unterschiedlicher Formate gedruckt werden müssen – der Drucker sollte mit dieser Anforderung problemlos zurechtkommen.


Die Druckgeschwindigkeit

Wie schnell muss ein Etikett in Ihrem Arbeitsbereich gedruckt werden?

In der Warenlogistik oder dem Verkauf kann es sein, dass der Druck der Etiketten schnell gehen muss. Bei jedem Etikettendrucker ist angegeben, wie viele Millimeter pro Sekunde das Gerät druckt. Als Anhaltspunkt lässt sich festhalten, dass

  • 75 Millimeter pro Sekunde eher langsam sind und
  • 300 Millimeter pro Sekunde als schnell gelten.

Die Wahl der Geschwindigkeit hängt ganz vom Zeitdruck der Tätigkeit ab, bei der Ihr Etikettendrucker zum Einsatz kommt.


Format und Bauart des Etikettendruckers

Um die für Sie optimalen Ergebnisse zu erzielen, sollten auch Format und Bauart der Beschriftungsgeräte bei Ihrer Kaufentscheidung eine Rolle spielen. Beispielsweise können Sie sich für einen Drucker inklusive Display und/oder Tasten entscheiden – oder für ein Gerät, das von einem externen Bildschirm mit Tastatur aus bedient werden soll.

Entscheidend ist die Bedienfreundlichkeit des Etikettendruckers. Der Wechsel der Etiketten beziehungsweise Etikettenrollen oder der Beschriftungsbänder und Farbbänder sollte einfach von der Hand gehen. Bei Produkten führender Marken wie Zebra, TSC, SATO, Honeywell, Intermec by Honeywell und Citizen, die bei uns erhältlich sind, ist dies aber durchweg gegeben. Die Qualität sichert auch hier die lange und einfache Einsatzfähigkeit.
 

Nutzen Sie den Etikettendrucker mobil oder stationär?

Wenn Sie das Beschriftungsgerät mobil im Haus einsetzen möchten oder mehrere Personen es nutzen, ist ein tragbares Gerät von Vorteil. Mobile Drucker kommen beispielsweise bei der Ausstellung von Belegen und Tickets vorwiegend zum Einsatz. Der geringe Platzbedarf spricht häufig für kompakte, tragbare Etikettendrucker. Beim Druck von Versandetiketten, beispielsweise in der Logistik, ist ein stationärer Etikettendrucker ausreichend.
 

In welcher Umgebung wird der Drucker eingesetzt?

Je nachdem, in welchem Einsatzgebiet Sie den Etikettendrucker nutzen, sollten Sie auf verschiedene Funktionen achten. Die Anforderung an die Robustheit entscheidet die Wahl zwischen einem Kunststoff- oder Metallgehäuse. Für einen Industriedrucker ist wegen der rauen Umgebung und dem meist permanenten Einsatz ein robustes Gehäuse zu empfehlen.

Setzen Sie Ihren Drucker im Lager oder in Industriebereichen ein, sollte der Etikettendrucker über eine hohe IP-Klasse verfügen, also besonders robust sein. Wenn Sie Etikettierungen für den Einsatz im Krankenhaus, der Apotheke, im Labor oder in der Lebensmittelbranche ausführen, sollten Sie auf die Kennzeichnung „Healthcare“ achten. Diese Healthcare-Drucker sind leicht zu reinigen und können mit scharfen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln behandelt werden. Hier gibt es auch Drucker, die speziell für den Einsatz im Gesundheitswesen geeignet sind – wenn es zum Beispiel um die Etikettierung von Sterilgut geht.

Welche Schnittstellen möchten Sie nutzen?

Damit sich der neue Etikettendrucker schnell und problemlos in Ihr bestehendes System integrieren lässt, prüfen Sie, welche Schnittstelle bei Ihnen vorhanden ist. Sie können beispielsweise wählen zwischen:

  • USB (Universal Serial Bus)
  • LAN
  • Bluetooth
  • WLAN
  • Parallel-Schnittstellen (EPP, ECP oder Centronics)
  • serielle Schnittstellen

Parallele Schnittstellen werden mittlerweile eher seltener verwendet. USB-Schnittstellen sind weit verbreitet und zum Standard geworden. Die meisten Etikettendrucker haben jedoch schon standardmäßig mehrere Schnittstellen. Die Wahl der Anschlussmöglichkeiten ist wichtig, damit Sie den neuen Drucker direkt anschließen und sofort damit arbeiten können. Um den Etikettendrucker beispielsweise flexibel an unterschiedlichen Stellen im Unternehmen einzusetzen und gemeinsam über das Netzwerk nutzbar zu machen, ist eine Druckmöglichkeit über WLAN sinnvoll.

Sogenannte Stand-alone-Drucker sind eine Besonderheit. Sie benötigen außer einem Steuerungselement, beispielsweise einer Tastatur, kein weiteres Zubehör oder zusätzliche Software. Außerdem können sie unabhängig vom Standort oder PC genutzt werden und bieten auch die Möglichkeit des Akku-Betriebs – daher sind sie sehr flexibel in ihrer Anwendung. Die Funktion beruht auf einer Software, die entweder auf einem USB-Speicher oder auf dem Gerät selbst vorliegt. Die Datei mit den gestalteten und zu druckenden Etiketten wird dann an den USB-Stick oder das Gerät gesendet – der Druck kann beginnen.


Wichtig bei Ihrer Auswahl: das Druckverfahren

  • Welche Anforderungen haben Sie an den Druck der Etiketten?
  • Soll der Etikettendruck farbig (per Farbband) oder schwarz-weiß drucken?
  • Soll er den Druck von Barcodes ermöglichen oder auf in Etiketten eingebettete RFID-Chips schreiben können?
  • Vielleicht benötigen Sie auch ein Gerät, das den gleichzeitigen Druck von Barcodes und Text oder Grafiken erlaubt.
  • Je nach Anwendung und gewünschter Lebensdauer der Etiketten können Sie aus zwei Druckverfahren wählen:

    Thermodirektdruck

    Beim Thermodirektdruck wird ein Thermodruckkopf genutzt, der thermosensitives Etikettenmaterial punktuell erhitzt, das sich dadurch schwärzt. Aufgrund des licht- und temperaturempfindlichen Etikettenmaterials ist die Lebensdauer der Etiketten relativ kurz. Außerdem kann nur spezielles Thermopapier für den Thermodirektdruck genutzt werden. Das wird aber durch den günstigen Preis in der Anschaffung des Papiers ausgeglichen. Das Verfahren Thermodirekt ist vor allem für die Beschriftung nicht lange haltbarer Lebensmittel oder für den Druck von Versandetiketten geeignet.

    Thermotransferdruck

    Beim Thermotransferdruck wird ebenfalls Hitze genutzt. Es wird eine Transferfolie erhitzt, die sich auf dem Etikettenmaterial niederschlägt und so ein klares Bild mit kräftigen Farben erzeugt. Grauabstufungen im Druckbild können mit diesen Druckern nicht erzeugt werden. Von Vorteil ist, dass mit einem Thermotransferdrucker der Druck auf unterschiedlichen Materialen wie Papier, Folie oder Metall möglich und das Einsatzspektrum daher größer ist. Aufgrund der langen Haltbarkeit sind Thermotransferdrucker besonders für den Barcodedruck, die Produktionskennzeichnung oder den Seriennummerndruck geeignet.


    Da Thermotransferfolie regelmäßig nachgekauft werden muss, ist der Preis pro Etikett höher als bei der Verwendung von Papier. Beim Thermodirektverfahren – wie bei einem Kassenbon üblich – sind die Etiketten im Nachkauf zwar etwas teurer. Dafür benötigt das Gerät aber keine Farbpatronen beziehungsweise Farbbänder. Wichtig ist also auch zu wissen, ob Sie Papier oder Folie für Ihre Etikettierung bedrucken möchten. Wägen Sie daher ab, welche Anforderungen der Drucker erfüllen muss und entscheiden Sie sich danach für das Verfahren Thermodirekt oder Thermotransfer.

    Für die Druckqualität beziehungsweise Druckauflösung ist die dpi-Anzahl (dpi= dots per inch = Punkte pro Zoll) ausschlaggebend. Dabei gilt: Je höher die dpi und damit die Druckauflösung ist, desto kleinere und qualitativ hochwertigere Etiketten können bedruckt werden.

    Hier eine Übersicht:
    Auflösung Etikettengröße Barcodes Grafiken
    600 dpi Klein 2D Hohe Qualität
    300 dpi Normal Große 2D Mittlere Qualität
    203 dpi Groß 1D Geringe Qualität

    Neben der Druckauflösung und -qualität ist auch die maximale Druckbreite ein wichtiges Kriterium. Dabei ist die Etikettenbreite zu beachten und wie viele Etiketten nebeneinander bedruckt werden sollen.


    Was benötigen Sie noch?

    Prüfen Sie, was im Lieferumfang des Etikettendruckers enthalten ist:
    • Sind alle von Ihnen benötigten Komponenten dabei?
    • Gibt es mögliche Zusatzausstattungen?
    • Welche nachrüstbaren Optionen bietet der Etikettendrucker für eine spätere Erweiterung an?

    Viele Etikettendrucker können um zusätzliche Funktionen erweitert werden. Daher sollte in die Kaufüberlegung miteinbezogen werden, ob die Nachrüstbarkeit des Druckers ein wichtiges Kriterium ist.

    Ein Cutter zum Beispiel durchtrennt das Material, so dass Sie das Etikett in der richtigen Größe gleich oder später entnehmen können. Dies ist bei der Verwendung von Endlosetiketten auf der Papierrolle empfehlenswert. Hierbei sind keine Trennlinien auf der Etikettenrolle vorhanden.

    Ein Peeler (auch als Spendefunktion bezeichnet) trennt die Etiketten von dem Trägermaterial, sodass die Etiketten einfach und leicht aufgebracht werden können. Die Etikettenrolle weist hierfür bereits Trennlinien bzw. Unterbrechungen auf, an denen die Etiketten nicht auf dem Trägerpapier haften. Ein Drucker mit Spendefunktion bzw. ein Etikettenspender ist daher optimal für das direkte Etikettieren vor Ort.

    Sie können einen Etikettenspender bzw. Peeler oder wahlweise einen Cutter als Zusatzmodule zur Ergänzung Ihres Etikettendruckers nutzen. Eine weitere Option sind Kombigeräte – sogenannte Druck- und Spendesysteme, die die Funktion von Drucker und Spender zusammenführen. Die Etiketten werden über den Drucker automatisch gedruckt und danach mit einem Applikator direkt auf dem zu etikettierenden Objekt platziert.

    Drucker können auch mit externen Aufwicklern bestückt werden. Diese sind für die automatische Aufwicklung der Etikettenrolle nach dem Druck gedacht – sofern die Etiketten also nicht direkt genutzt und appliziert werden.

    Etikettendrucker bieten also eine Reihe von modularen Ergänzungen – je nach Zweck und Einsatzgebiet. Die Schnittstellen zu anderen Geräten wie Barcodescanner oder Waage sind durchaus zu bedenken, bevor Sie sich einen Drucker anschaffen. Die Schnittstelle zur Waage ist zum Beispiel für die Warenauszeichnung mit Gewichtsangaben wichtig.

    Auch bei der Software können Sie oft zwischen mehreren Optionen wählen – von der einfachen Variante bis zur Komplettsoftwarelösung mit umfangreichen Zusatzfunktionen. Sie lässt sich meist problemlos in das interne Warenwirtschaftssystem integrieren. Die Software bietet verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten für Ihre Etiketten. Sofern sie zu den eingesetzten Druckern und Materialien kompatibel ist, erkennt die Software diese automatisch.

    Wenn der Drucker eine installierte Real Time Clock (RTC) aufweist, können Sie Ihre Etiketten mit Datum und Uhrzeit versehen, was besonders im Bereich der Etikettierung in der Lebensmittelherstellung von Vorteil ist.

    Etikettendrucker, die RFID-Etiketten beschreiben können, sollten aufgrund des enormen Datenvolumens in eine dafür vorgesehene Infrastruktur integriert werden.

    Tipp: Die RFID-Technologie kann Identifikationsprozesse enorm verkürzen – das spart Ihnen bares Geld!

    Für Sie zusammengefasst

    Ob eine robuste Bauweise, standardisierte Schnittstellen oder eine flexible Handhabung: Die richtige Produktauswahl steigert den Wert Ihrer Investition.

    Legen Sie Ihren Bedarf fest und wählen Sie das dazu passende Gerät zur Etikettierung aus. Wenn Sie im Einkauf tätig sind, sprechen Sie auch mit den Kräften Ihrer Serviceabteilung. Dort erhalten Sie Rückmeldungen zu den Produkten, Hinweise zur Alltagstauglichkeit und viele Informationen, worauf bei der Anschaffung neuer Geräte noch geachtet werden sollte. Wir beraten Sie gerne bezüglich Geräte der Hersteller Zebra, TSC, SATO, Honeywell, Intermec by Honeywell und Citizen.

    Etikettendrucker werden Ihnen helfen, Prozesse zu rationalisieren und sich gegen Fehler abzusichern. Warenmanagement und Datenverwaltung gelingen besser mit Etikettierungen.

    Sie sind noch unsicher, welcher Etikettendrucker für Ihre Unternehmensstruktur am besten geeignet ist? Kontaktieren Sie uns unter vertrieb@globos.de – unser kompetentes Team berät Sie gerne.

    Wir geben Ihnen gerne zwei Tipps zur nachhaltigen Produktpflege:
    1. Bei jedem Wechsel des Verbrauchsmaterials und besonders bei hartnäckigen Klebstoffresten sollten Druckkopf und Transportwalzen des Druckers gereinigt werden.
    2. Zusätzlich ist eine regelmäßige (je nach Druckvolumen ein- bis viermal jährliche) vorbeugende Wartung, bei der verschlissene Teile getauscht werden, empfehlenswert. Dadurch wird Ihr Drucker geschont und noch länger zuverlässig viele tausende Etiketten beschriften und drucken.
    Bei uns erhalten Sie garantiert den passenden Etikettendrucker.
    Drucker Desktop-Drucker Industrie-Drucker
    Etikettendruck/Tag bis 500 mehr als 3.000
    Platzbedarf gering mittel
    Schnittstellen wenige viele
    Mögliche Zusatzoptionen wenige viele
    Preiskategorie niedrig höher

     

    Sind Sie außerdem auf der Suche nach einem passenden Barcodescanner? Schauen Sie bei Interesse in unseren Service-Artikel: Was sollten Sie beim Kauf von Barcodescannern beachten? Dort informieren wir Sie über die gesamte Bandbreite unseres Angebots wie beispielsweise von Zebra oder Honeywell.

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